Erziehung

Hier werden die gängigsten Handzeichen gezeigt, welche ich im laufe der Zeit gesammelt habe. Die meisten benutzte ich selbst bei Leet.

 

Platz:

Wie in der herkömmlichen Hundeerziehung wird das "Platz" über ein Handzeichen beigebracht. Die flache Hand wird zum Boden gehalten, der Daumen hält versteckt an der Handfläche ein Leckerchen. Will der Hund das Leckerli erreichen, muss er sich flach auf den Boden legen, in dem Moment geht die Hand auf und das Leckerchen flutscht sofort ins Maul des Hundes. Das Timing macht´s: sobald der Bauch den Boden berührt, muss der Hund das Leckerchen quasi schon auf der Zunge haben! Mit der Zeit kann die Hand immer weiter vom Boden weg bleiben, der Hund hat gelernt, dass er sich hinlegen soll. In der herkömmlichen Hundeerziehung wird nun ein Wortkommando eingeführt, doch wir bleiben bei diesem Zeichen!


Sitz:

Das Leckercjen wird zwischen Daumen und restlichen Fingern gehalten, wärend der Zeigefinger in die Luft zeigt. Dem stehenden Hund wird die Hand über die Nase und dann über die Stirn nach hinten geführt. Der Hund muss den Kopf ganz nach oben und hinten strecken um der Hand zu folgen. Viele Hunde wichen am Anfang mit dem ganzen Körper nach hinten aus, aber irgendwann werden sie sich hinsetzen um die Bewegung mit dem Kopf leichter zu machen zu können. In diesem Moment wird das Leckerchen gegeben. Nach einigem Üben, reicht die bloße Handbewegung aus, und nach ein paar Übungseinheiten braucht man nur noch in angenehmer Höhe das Handzeichen geben. Jetzt wäre für hörende Hunde der ideale Zeitpunkt, kurz bevor man das Handzeichen gibt, ein Hörzeichen dazuzuverwenden. Der Hund wird so zugehörige Wort schnell lernen. Doch bei tauben Hunden bleiben wir einfach bei diesem Handzeichen.


 

 

 

 

 

 

Hier:

Zu Beginn wird der Hund mit einem Leckerchen aufmerksam gemacht, am Besten man sitzt dabei am Boden. Der Hund soll lernen der Hand zum Menschen hin zu folgen, denn dort bekommt er das Leckerli. Für Pirata war das eine große Schwierigkeit, sie traute sich nicht dem Leckerchen zu folgen, aber irgendwann machte es auch bei ihr "klick". Diese Handbewegung wird nun immer wieder wiederholt, der Hund bekommt das Leckerchen nur, wenn er auf diese Aufforderung ganz nahe kommt. Hat man dies einige Zeit geübt, kann man versuchen ob der Hund, wenn er gerade etwas weiter weg ist, auf die Handbewegung hin zu einem kommt. Klappt das gut, kann man vom Sitzen in die Hocke gehen und so lange weiterüben, bis man dabei stehen kann!


Hier:

Dieses Handzeichen für "hier" haben wir erst später einfeführt, da wir dachten, es wäre für den Hund in der Entfernung besser sichtbar als die oben beschriebene Handbewegung. Für Pirata war es etwas schwierig dieses Zeichen zu lernen, da es nicht so eindeutig ist, wie das hier-Zeichen nr. 1. Trainiert wurde es mit der Schleppleine, indem der Hund bei diesem Zeichen sanft in die Richtung gelotst wird. Natürlich ist es auch erlernbar, indem zuerst zu Hause ohne Ablenkung geübt wird. Der Hund lernt, dass jedes Mal, wenn Herrchen die Hand hebt, ein Leckerchen aus der Hand fällt!

Dies soll zeifen, das jeder für sich selbst die richtigen Zeichen rausfinden muss, jeder wird mit anderen Dingen besser klar kommen. Für Pirata ist das erste Zeichen deutlicher, besser sichtbar wird allerdings das zweite Zeichen sein.


 

 

Fuß:

Dieses Zeichen entstand aus der Not heraus, Piratas Aufmerksamkeit beim Fuß gehen, dauerhaft zu erhalten. Anfangs wird ihr ständig ein Leckerlie vor die Nase gehalten, bis sie auch schön an der Steite geht, wenn man die Hand etwas höher hält. Bei jeder WEndung und bei jedem Tempowechsel werden Zeigefinger und Mittelfinger schnell ausgestreckt um ihre Aufmerksamkeit zu errechen und sie daran zu erinnern, dass da ja ein Leckerli in der Hand wartet! Natürlich darf nicht vergessen werden, vor allem zu Beginn, so oft wie möglich zu belohnen!


 

 

 

 

Bei mir:

Mit einem Leckerli in der Hand wird der Hund durch Klopfen auf den Oberschenkel aufmerksam gemacht. Kommt er ganz nah heran, wird er sofort belohnt. Langsam kann man die Schwierigkeit steigern, in dem man verlangt das sich der Hund ganz nahe am Körper hinsetzt! Klappt auch das gant gut, muss sich der Hund nun parallel zum Körper hinsetzten um die Belohnung zu erhalten1


Nein:

Ein böser Blick, ein strenges Aufstampfen und ein schnell wackelnder Zeigefinger zeigen dem Hund schnell, das etwas nicht passt. Nach ein paar Mal stesteht der Hund schon die einfache Geste des erhobenen Zeigefingers, natürlich immer mit dem strengen Blick dazu, denn auch taube Hunde erkennen sofort, wenn Menschen etwas nicht ganz so ernst meinen!


 

Schluss:

Tanzt einem der Hund immer noch auf der Nase herum (Pirata liebt es in die Hosenbeine zu zwicken), wirkt enie schnelle Bewegung der Hände überkreuz, ein über-den-Hund-beugen und eventuell noch ein strenger Schritt auf den Hund zu um zu zeigen, jetzt aber Schluss!


 

 

Super:

Diese Zeichen haben wir ganz zu Beginn eingeführt um Pirata gleich zeigen zu können, wenn sie etwas gut gemacht hat. Dazu haben wir sie darauf konditioniert, dass sofort nach diesen Zeichen ein LEckerli folgt. Diese Zeichen fungieren daher wie ein "Clicker", der das positive Verhalten einfängt und ein Leckerli verspricht. Mit der Zeit hat sich allerdings herausgestellt, das es viel besser ist, wenn man sich Richtig über gutes verhalten freut, man quietscht ein "suuuuper" dazu, klopft sich auf die Oberschenkel und überhäuft den tauben Hund mit Komplimenten! Für Pirata ist es das schönste, wenn wir uns richtig über sie freuen!


Trainingszeiten Frühjahr / Sommer

Anfängerkurs                 Fr 16.00-17.30  

Fortgeschrittene           Fr 18.00-19.30

Junghundeförderung   Fr 15.00-16.00

 Lahnthal 30, 6300 Wörgl Anfahrtsbeschreibung hier!